© CHaCHaCHi.org / Christoph Künzli

Aktuelles

Mai 2020

Vor ein paar Monaten wurden Kenia und andere ostafrikanische Länder von riesigen Heuschreckenschwärmen heimgesucht, die alles ratzekahl frassen. Als ich den letzten Beitrag schrieb, schien in Afrika punkto Corona-Krise noch alles okay. Inzwischen hat sich die Situation extrem verändert. Die Wirtschaft liegt am Boden, Geschäfte und Schulen sind geschlossen und die Leute dürfen nicht mehr aus der Gemeinde raus. Bis jetzt dürfen sie tagsüber noch draussen sein, die Ausgangssperre beginnt um 19 Uhr und dauert bis morgens um 5 Uhr. Es ist aber die Rede davon, dass eventuell ein kompletter Lockdown verordnet werden könnte. Die Einschränkungen zwangen die Ärmsten in aussichtslose und verzweifelte Lebensumstände. Konnten sie sich vor der Krise meist knapp über Wasser halten als Tagelöhner*innen (Bauarbeiter, Wäscherinnen, Putzfrauen usw.), sind sie jetzt ganz ohne Arbeit und deshalb auch ohne das geringste Einkommen. Gespartes hat kaum jemand, da der mickrige Tageslohn nur gerade für den Moment reichte. Die Preise für Lebensmittel sind sehr angestiegen, da nur noch wenige Läden etwas anbieten können. Wir haben schon in der zweiten Hälfte März angefangen, die Hungernden zu unterstützen. Zuerst unsere Primarschüler, Lehrer und unsere Studis mit ihren Familien. Unsere kenianische Mitarbeiterin Jackline ist seit Ende März mehrere Tage pro Woche im riesigen Slum unterwegs und verteilt Notgeld für Essen auch an andere Notleidende; in der Regel sind es 5000 KES (knapp Fr. 50.-) für eine Familie. Ich, Heidi, bekomme täglich einige Mails und Hilferufe meist von unseren Studis. Klicke hier für eine Auswahl. Familien in Kibera, denen wir mit „Notgeld“ zu Essen verhelfen konnten. Alle hoffen wir, dass die drastischen Massnahmen bald gelockert werden können, so dass der - zwar harte - Alltag langsam zurückkehrt und mit ihm die Hoffnung.

März 2020

Am 6. März konnten wir unsere jährliche Mitgliederversammlung - trotz Corona-Virus-Unsicherheit - im kleinen Rahmen abhalten. Insgesamt 20 Mitglieder trafen sich in Bern zu diesem aufschlussreichen und sehr gemütlichen Abend. Leider konnte unser Vorstandmitglied Christoph Künzli nur über Filmgruss dabei sein, da er mit Lungenentzündung zu Hause bleiben musste. Auch andere Mitglieder mussten sich aus gesundheitlichen Gründen oder vorsichtshalber kurzfristig abmelden. Constanée Malik, die letzten August mit Carole und Christoph in Kenia war, berichtete als Aussenstehende von ihren Eindrücken. Das war für alle Anwesenden sehr spannend. Die MV verlief nach Programm und im anschliessenden gemütlichen Teil wurde bei Rotwein und feinen Häppchen angeregt diskutiert.

Februar 2020

Ich (Heidi) war in der zweiten Februarhälfte 2020 in Kenia und freute mich vor allem über die vielen Wiedersehen mit ehemaligen Schülern und heutigen Berufsleuten. Zum Teil kamen sie am Wochenende von weit angereist, um ihre ‚Swiss Mum‘ zu treffen! Emanuel ist fertiger Agronom und tüchtiger Hudson und Freundin Agnes unterrichten in Kibera. Teppich- und Rasenleger Beide sind noch in der berufsbegleitenden Lehrerausbildung Mit Jackline suchten wir verschiedene Slumschulen auf und ich war erschüttert ob der miserablen Bedingungen einiger von ihnen: baufällige enge Gebäude, so wie keine Mittel um Schulmaterial zu kaufen und die Lehrer angemessen und pünktlich zu bezahlen. Das Erziehungsministerium verschärfte die Auflagen für die privaten Slumschulen, ohne sie irgendwie finanziell zu unterstützen. Da der Grossteil der Kinder aus Verhältnissen stammt, in denen die Familie die Schulgebühren nicht (voll) bezahlen können, leiden die Unterrichtsbedingungen und die Lehrkräfte, die abhängig von den eingegangenen Schulgebühren bezahlt werden, sehr. Wir haben uns deshalb entschieden, die Anzahl der von uns unterstützten Schülerinnen und Schüler im Slum von 500 auf 600 zu erhöhen. So sollten sich die Lehr- und Lernbedingungen etwas verbessern.

November 2019

Wir blicken auf ein erfolgreiches Schuljahr in Kenia zurück. Alle Schulen wurden Ende Oktober geschlossen und im November finden nur noch die Abschlussexamen statt: alle PrimarschülerInnen von ganz Kenia absolvieren das gleiche Examen und erhalten dann im Dezember das K.C.P.E. (Kenya Certificate of Primary Education). In den High Schools sitzen die Gymnasiasten und Gymnasiastinnen mehrere Tage fürs Schlussexamen, das sogenannte K.C.S.E. (Kenya Certificate of Secondary Education). Die Vorbereitungen in Form 4 (letztem Schuljahr) sind enorm stressig, sowohl für die Studis als auch für die Lehrkräfte. Die Resultate des Schlussexamens entscheiden darüber, ob ein Jugendlicher einen subventionierten Studienplatz erhält und auch ob er Stipendien beantragen kann (HELB = Higher Education Loans Board). Wir fiebern mit 17 unserer Studis mit! 9 Elektriker, die letztes oder in diesem Jahr die zweijährige Ausbildung im GENTIANA Technical College erfolgreich abgeschlossen haben, wurden Ende Oktober diplomiert. Die Zeremonie ist nach englischem Vorbild und sehr wichtig für die Kenianer. Leider konnte von unserem Vorstand niemand teilnehmen, aber unsere kenianische Mitarbeiterin Jackline vertrat uns ehrenvoll. Unsere erfolgreichen Elektriker/innen mit Peter Baumgartner, dem Gründer von GENTIANA und Jackline (hinten links)

August 2019

Dieses Jahr sind wir zu dritt nach Nairobi gereist: Carole Maertens (Präsidentin CHaCHaCHi), Constanee Malik (Gönnerin CHaCHaCHi) und ich (Christoph Künzli, Vorstandsmitglied). Wir trafen uns am Flughafen Kloten und erlebten dort etwas, was uns zweifeln liess, ob wir nicht schon in Nairobi angekommen sind: Auf dem Weg von der Boarding Kontrolle bis zum Flugzeug kam ein Passagier abhanden. Es wurde intensiv nach ihm gesucht. Nach über einer Stunde – nachdem auch der Captain und die ganze Crew entnervt bei der Suche mithalfen – kam die Meldung, das Scan-Gerät am Gate habe eine Fehlfunktion gehabt. So starteten wir mit deutlicher Verspätung und kamen dennoch fast pünktlich in Nairobi an. Unsere Watch Woman Felicitas Die Zimmer in unserer Unterkunft sind zweckmässig mit ihrem Sohn Am Samstagmorgen trafen wir Jackline, um mit ihr unseren Aufenthalt zu planen, Neuigkeiten zu erfahren und den Ordner mit all den Unterlagen der High School Studenten in Empfang zu nehmen. Da wartete eine Menge Zeugnisse, Schulinformationen und Briefe auf uns! Den ersten Tag nutzten wir, um die administrativen elektronischen Abläufe mit Jackline anzuschauen, da wir vermuteten, dass einiges optimiert werden könnte. Jackline arbeitete in letzter Zeit mit einem sehr alten Laptop, da der jüngere ausgestiegen war. Nach vielen vergeblichen Versuchen, den Laptop zu optimieren und schneller zu machen, beschlossen wir, ihr einen neuen Laptop zu besorgen. Es ist speziell für Heidi sehr wichtig, dass die elektronischen Listen und Daten optimal verwaltet werden, was mit dem alten Computer unmöglich war. So besorgten wir einen neuen Laptop für Jackline, den ich in den folgenden Nächten für sie einrichtete. Ausserdem erstellten wir ein Excel-Sheet, das die Buchhaltung vereinfachen sollte. So braucht Heidi vieles nicht mehr von Hand zu kontrollieren, weil das im Excel-Sheet automatisch passiert. Das erleichtert sowohl Jackline als auch Heidi einiges und spart ihnen eine Menge Arbeit. Den Sonntag nutzten wir, um uns in die Unterlagen einzulesen und uns auf die bevorstehenden Gespräche vorzubereiten. Ausserdem waren wir bei Jackline zu Hause zu einem wunderbaren Essen mit ihrer Familie eingeladen. Da bei Jackline gerade wieder einmal Stromausfall war, gingen wir ins nahe Einkaufszentrum, um dort zu arbeiten, da es in den Cafés W-Lan und Stromanschlüsse gibt. Faith und Sharley Malia und Heidi Jackline und Malia Am Montag kamen dann insgesamt 34 High School Studenten zum Interview. Es war sehr eindrücklich, wie fleissig die jungen Menschen in der Schule sind. Sie arbeiten sehr hart, teilweise von frühmorgens bis spätabends. Ein Schüler berichtete, dass bei ihnen die Schule bereits um 03:00 Uhr anfängt. Er findet das sinnvoll, weil er so maximal profitieren kann. Die Schüler berichteten auch viel Gutes über ihre Lehrer. So arbeiten viele der Lehrer mehr, als sie eigentlich müssten und stehen den Schülerinnen und Schülern auch ausserhalb des Unterrichts zur Verfügung. Teilweise engagieren sie sich auch in einem der verschiedenen «Clubs», wo die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen neben dem eigentlichen Unterricht vertiefen und Lücken schliessen können. Viele Schülerinnen und Schüler konnten wir loben, weil sie sehr gute Leistungen erbracht hatten. Bei wenigen mussten wir mahnen, weil sie sich verschlechtert hatten. Wir versuchten mit ihnen herauszufinden, woran es lag, dass die Noten gesunken sind. Es ist schön zu sehen, dass sich die Jugendlichen in den Internatsschulen gegenseitig helfen. Wenn jemand in einem Fach stark ist, gibt er Schwächeren «Nachhilfe-Unterricht» und nimmt dafür in einem schwachen Bereich Unterstützung von andere in Anspruch. Ehemalige Gentiana Studenten, die als Elektroinstallateure gute Jobs gefunden haben. Sie haben zum Teil auch schon einen grösseren Betrag ihres Darlehens zurückbezahlt. Weiter so! Am Dienstag fuhren wir ins ländlich gelegene Behindertenheim TANIA. Dieses Heim unterstützen wir seit Beginn unseres Vereins, weil dort sehr gute Arbeit für die Kinder und Jugendlichen mit Handicap geleistet wird. Es ist immer besonders, wenn wir dort sind, denn es gibt immer Neues zu sehen. Dieses Jahr konnten wir die Solaranlage besichtigen, die ihnen von kanadischen Kirchen geschenkt wurde und die fast alle Bedürfnisse nach Energie befriedigt. Jennifer und Joseph, das Gründer- und Leiterpaar, sparen dadurch sehr viel Geld für die laufenden, sehr teuren Stromkosten des staatlichen Betreibers. „Wegweiser“ in TANIA Assembly Hall mit Stallungen und Küche Photovoltaik-Anlage mit WC auf beiden Seiten und Stadionbestuhlung Am Mittwoch besuchten wir verschiedene Familien im Slum von Kibera, von denen je ein Kind von uns unterstützt wird. Die Familien freuten sich, dass wir vorbei kamen, auch wenn wir kaum in die kleinen Wohnungen hineinpassten. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen in diesen kleinen Räumen wohnen – und wie aufgeräumt und sauber es überall ist. Auf dem Weg durch den Slum kamen wir dieses Mal an Orten vorbei, wo das ganze Elend der Bewohner sichtbar war. Stinkende Abfallhalden überall dort, wo ein Bächlein durch den Slum fliesst. Wir hatten Mühe, die Hindernisse ohne hinzufallen zu überwinden. Was wir erst im Nachhinein erfuhren: Dieses Mal gingen wir an Orte, wo es gefährlicher ist als an anderen Stellen. Jackline organisierte unseren Besuch so, dass uns immer jemand, der im jeweiligen Ortsteil wohnte, begleitete, damit wir sicher zu unseren Zielen kamen. An einer Schule gingen wir dann auch das Feeding-Programm (Mittagessen) anschauen, das wir während der Schulferien finanzieren. Da wurde Ghideri (Bohnen-Mais-Gericht) für mehr als 100 Kinder gekocht. Die Kinder trafen zur Mittagszeit von überall her ein – die etwas grösseren Kinder hatten ihre kleinen Geschwister auf dem Rücken. Alle hatten ein Gefäss und einen Löffel dabei, denn das Geschirr müssen sie selber mitbringen. In Einerkolonne warteten sie vor dem grossen Topf, bis sie an der Reihe waren und ihr Gefäss gefüllt wurde. Mit einem Lächeln im Gesicht machten sie sich über das Essen her. Auf dem Rückweg aus dem Slum kamen wir an der Stelle vorbei, wo letztes Jahr die Regierung viele Häuser, Läden, Schulen und Kirchen dem Erdboden gleichgemacht hatte. Es waren viele Baumaschinen am Werk und die Erstellung der angekündigten Umfahrungsstrasse macht Fortschritte. Viele der Menschen, die damals ihre Bleibe verloren hatten, wohnen immer noch bei Verwandten und Bekannten. Die Platzverhältnisse sind oft prekär, nicht selten wohnen bis zu 10 Leute in einem Raum mit vielleicht 8 Quadratmetern. Am Donnerstag erledigten wir noch die letzten administrativen Aufgaben mit Jackline und machten uns nach einem gemeinsamen feinen Mittagessen auf den Weg zum Flughafen. Hommage an unsere Mitarbeiterin Jackline: Ich bin sehr dankbar, dass wir mit Jackline eine wertvolle Mitarbeiterin vor Ort haben, welche die Verhältnisse bestens kennt, für unsere Anliegen einsteht und sich für die unterstützten Kinder und Jugendlichen einsetzt. Sie ist beharrlich dahinter, wenn etwas nicht gut läuft – aber immer mit Herz und viel Goodwill für die Menschen, die wir unterstützen. Sie ist eine Perle, die Heidi bereits 2007 als engagierte Lehrerin an der Makina-Schule kennen lernte und die seit 2011 die Repräsentantin von CHaCHaCHi vor Ort ist. Fazit: Ich bin sehr dankbar, dass ich den Verein CHaCHaCHi vor einigen Jahren kennenlernen durfte, und ich nun mithelfen kann, unsere Projekte mitzugestalten! Ich sehe, welch grossartige Arbeit in Kenia geleistet wird. Auch wenn wir nicht Tausende von Menschen unterstützen können – für diejenigen, die in unserem Programm sind, verändert sich einiges. Sie haben gute Aussichten, dereinst ein Leben ausserhalb der zahlreichen Slums in Kenia zu führen. Auch dieses Mal verliess ich Kenia mit dem Gefühl der Demut, da ich viele Menschen kennenlernen oder wiedersehen durfte, die sehr missliche Bedingungen im Leben haben und trotzdem vorwärtsgehen und das Positive sehen. Bereits jetzt freue ich mich darauf, im nächsten August wieder nach Kenia zu fahren, denn einige Menschen dort sind Freunde geworden. September 2019, Christoph Künzli

Dezember 2018

Zuerst bedanken wir uns ganz herzlich für die vielen Spenden, die wir im 2018 erhalten haben. Damit ist unsere Unterstützungsarbeit fürs 2019 wieder gesichert. Ich – Heidi - war diesen Monat erneut in Kenia. Alle Schulen hatten bereits Ferien. Es war mir ein Anliegen, die Gymnasiasten zu sehen, die wir im 2018 noch nie treffen konnten. Da viele von ihnen in Schulen weit weg von Nairobi sind und auch sehr weit weg wohnen, schicken wir ihnen einmal im Jahr das Geld für die Anreise nach Nairobi. (Das geht in Kenia seit Jahren ganz einfach mit dem Handy und m-pesa). Die meisten reisten von ihrem sehr armseligen ländlichen Zuhause mit dem Nachtbus an und hatten keinen Proviant dabei. Müde, hungrig und verregnet kamen sie in meiner Unterkunft an. Ich bat deshalb die Köchin, Tee mit Milch und Zucker nach englischer Art zu kochen und mir Brote bereitzustellen. So konnten die Ärmsten sich zuerst etwas stärken, bevor es ernst wurde. Die müden und hungrigen Studis, die von weit her angereist kamen. Es ist uns wichtig, dass alle unsere Jugendlichen spüren, dass wir interessiert sind an ihrem schulischen Werdegang. So hatte ich in den ersten Tagen meines Aufenthaltes nicht nur ihre Zeugnisse angeschaut, sondern mir auch die wichtigsten Erlebnisse aus ihren Briefen notiert (wie wir es nach jedem Quartal machen). Nach allgemeinen Erörterungen führten Jackline und ich mit jedem einzelnen Jugendlichen ein persönliches Gespräch, lobten die, die gute Noten hatten und mit sich selber teilweilse allzu streng sind und ermahnten die wenigen, die bessere Leistungen erbringen sollten. Oft ging es natürlich auch darum, dass sie eine Strategie finden, um z. B. in Chemie oder Physik besser zu werden. Meistens helfen ihnen dabei die speziellen Clubs und die Diskussionsgruppen. Zum Abschied erhielten die Gymnasiasten das Geld für die Rückfahrt nach Hause und je ca. SFR 20.- für die Einkäufe fürs nächste Quartal in der Internatsschule. Sehr schön war es auch die 4 Elektriker zu treffen, die vor einem Jahr ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben sie nun alle eine Stelle und wirken zufrieden und motiviert. Mit den 5 Elektrikern (darunter 2 Frauen), die jetzt abgeschlossen haben, ging ich die Werkzeugliste durch und gab ihnen anschliessend das Geld für Werkzeugkasten und Werkzeuge. Ohne eigene Ausrüstung haben sie keine Chance auf ein Praktikum oder eine Anstellung. Werkzeugkasten für unsere Elektriker Hudson begann nach dem High School Abschluss in Slumschulen zu unterrichten. Nach ein paar Jahren Lehrtätigkeit war es sein grosser Wunsch, in den Schulferien die fehlende Primar-Lehrerausbildung nachzuholen. Wir geben ihm ein Darlehen für die Schulgebühren und einen Laptop für die Studienarbeit. Sein kleiner Lehrerlohn reicht knapp für die Miete seiner Hütte und das Essen. Lehrer Hudson erhält einen Laptop für seine Ausbildung Die Bautätigkeit in Nairobi ist enorm: riesige Wohnblöcke und Bürogebäude wachsen in die Höhe. Meist sind es die Chinesen die investieren - oft zusammen mit einem reichen kenianischen Investor, wie beim Bau auf dem Bild. Dutzende von Kenianern (siehe rechts auf dem momentan obersten Stockwerk) werken kenianische Tagelöhner und erhalten für schwerste Arbeit SFR 4.- bis 5.- pro Arbeitstag. Neubau von 240 Wohnungen - fotografiert aus dem Garten der Mill Hill Missionaries Und schon trafen wieder viele Anfragen von abgehenden Primarschülern ein für eine Unterstützung in einer High School ab 2019 …… Die Arbeit geht uns nicht aus! Wir alle vom Vorstand wünschen Euch ein gesundes, erlebnisreiches und befriedigendes 2019 und danken für Eure Anteilnahme und Unterstützung! für ältere “Aktuelles” hier klicken Falls das Dokument in Ihrem Browser nicht richtig angezeigt wird: Rechtsklick auf den Link -> Ziel speichern unter… So wird das Dokument auf Ihren Computer heruntergeladen und kann mit dem Adobe Reader © geöffnet werden.
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Aktuelles

Mai 2020

Vor ein paar Monaten wurden Kenia und andere ostafrikanische Länder von riesigen Heuschreckenschwärmen heimgesucht, die alles ratzekahl frassen. Als ich den letzten Beitrag schrieb, schien in Afrika punkto Corona-Krise noch alles okay. Inzwischen hat sich die Situation extrem verändert. Die Wirtschaft liegt am Boden, Geschäfte und Schulen sind geschlossen und die Leute dürfen nicht mehr aus der Gemeinde raus. Bis jetzt dürfen sie tagsüber noch draussen sein, die Ausgangssperre beginnt um 19 Uhr und dauert bis morgens um 5 Uhr. Es ist aber die Rede davon, dass eventuell ein kompletter Lockdown verordnet werden könnte. Die Einschränkungen zwangen die Ärmsten in aussichtslose und verzweifelte Lebensumstände. Konnten sie sich vor der Krise meist knapp über Wasser halten als Tagelöhner*innen (Bauarbeiter, Wäscherinnen, Putzfrauen usw.), sind sie jetzt ganz ohne Arbeit und deshalb auch ohne das geringste Einkommen. Gespartes hat kaum jemand, da der mickrige Tageslohn nur gerade für den Moment reichte. Die Preise für Lebensmittel sind sehr angestiegen, da nur noch wenige Läden etwas anbieten können. Wir haben schon in der zweiten Hälfte März angefangen, die Hungernden zu unterstützen. Zuerst unsere Primarschüler, Lehrer und unsere Studis mit ihren Familien. Unsere kenianische Mitarbeiterin Jackline ist seit Ende März mehrere Tage pro Woche im riesigen Slum unterwegs und verteilt Notgeld für Essen auch an andere Notleidende; in der Regel sind es 5000 KES (knapp Fr. 50.-) für eine Familie. Ich, Heidi, bekomme täglich einige Mails und Hilferufe meist von unseren Studis. Klicke hier für eine Auswahl. Familien in Kibera, denen wir mit „Notgeld“ zu Essen verhelfen konnten. Alle hoffen wir, dass die drastischen Massnahmen bald gelockert werden können, so dass der - zwar harte - Alltag langsam zurückkehrt und mit ihm die Hoffnung.

März 2020

Am 6. März konnten wir unsere jährliche Mitgliederversammlung - trotz Corona-Virus- Unsicherheit - im kleinen Rahmen abhalten. Insgesamt 20 Mitglieder trafen sich in Bern zu diesem aufschlussreichen und sehr gemütlichen Abend. Leider konnte unser Vorstandmitglied Christoph Künzli nur über Filmgruss dabei sein, da er mit Lungenentzündung zu Hause bleiben musste. Auch andere Mitglieder mussten sich aus gesundheitlichen Gründen oder vorsichtshalber kurzfristig abmelden. Constanée Malik, die letzten August mit Carole und Christoph in Kenia war, berichtete als Aussenstehende von ihren Eindrücken. Das war für alle Anwesenden sehr spannend. Die MV verlief nach Programm und im anschliessenden gemütlichen Teil wurde bei Rotwein und feinen Häppchen angeregt diskutiert.

Februar 2020

Ich (Heidi) war in der zweiten Februarhälfte 2020 in Kenia und freute mich vor allem über die vielen Wiedersehen mit ehemaligen Schülern und heutigen Berufsleuten. Zum Teil kamen sie am Wochenende von weit angereist, um ihre ‚Swiss Mum‘ zu treffen! Emanuel ist fertiger Agronom und tüchtiger Hudson und Freundin Agnes unterrichten in Kibera. Teppich- und Rasenleger Beide sind noch in der berufsbegleitenden Lehrerausbildun g Mit Jackline suchten wir verschiedene Slumschulen auf und ich war erschüttert ob der miserablen Bedingungen einiger von ihnen: baufällige enge Gebäude, so wie keine Mittel um Schulmaterial zu kaufen und die Lehrer angemessen und pünktlich zu bezahlen. Das Erziehungsministerium verschärfte die Auflagen für die privaten Slumschulen, ohne sie irgendwie finanziell zu unterstützen. Da der Grossteil der Kinder aus Verhältnissen stammt, in denen die Familie die Schulgebühren nicht (voll) bezahlen können, leiden die Unterrichtsbedingungen und die Lehrkräfte, die abhängig von den eingegangenen Schulgebühren bezahlt werden, sehr. Wir haben uns deshalb entschieden, die Anzahl der von uns unterstützten Schülerinnen und Schüler im Slum von 500 auf 600 zu erhöhen. So sollten sich die Lehr- und Lernbedingungen etwas verbessern.

November 2019

Wir blicken auf ein erfolgreiches Schuljahr in Kenia zurück. Alle Schulen wurden Ende Oktober geschlossen und im November finden nur noch die Abschlussexamen statt: alle PrimarschülerInnen von ganz Kenia absolvieren das gleiche Examen und erhalten dann im Dezember das K.C.P.E. (Kenya Certificate of Primary Education). In den High Schools sitzen die Gymnasiasten und Gymnasiastinnen mehrere Tage fürs Schlussexamen, das sogenannte K.C.S.E. (Kenya Certificate of Secondary Education). Die Vorbereitungen in Form 4 (letztem Schuljahr) sind enorm stressig, sowohl für die Studis als auch für die Lehrkräfte. Die Resultate des Schlussexamens entscheiden darüber, ob ein Jugendlicher einen subventionierten Studienplatz erhält und auch ob er Stipendien beantragen kann (HELB = Higher Education Loans Board). Wir fiebern mit 17 unserer Studis mit! 9 Elektriker, die letztes oder in diesem Jahr die zweijährige Ausbildung im GENTIANA Technical College erfolgreich abgeschlossen haben, wurden Ende Oktober diplomiert. Die Zeremonie ist nach englischem Vorbild und sehr wichtig für die Kenianer. Leider konnte von unserem Vorstand niemand teilnehmen, aber unsere kenianische Mitarbeiterin Jackline vertrat uns ehrenvoll. Unsere erfolgreichen Elektriker/innen mit Peter Baumgartner, dem Gründer von GENTIANA und Jackline (hinten links)

August 2019

Dieses Jahr sind wir zu dritt nach Nairobi gereist: Carole Maertens (Präsidentin CHaCHaCHi), Constanee Malik (Gönnerin CHaCHaCHi) und ich (Christoph Künzli, Vorstandsmitglied). Wir trafen uns am Flughafen Kloten und erlebten dort etwas, was uns zweifeln liess, ob wir nicht schon in Nairobi angekommen sind: Auf dem Weg von der Boarding Kontrolle bis zum Flugzeug kam ein Passagier abhanden. Es wurde intensiv nach ihm gesucht. Nach über einer Stunde – nachdem auch der Captain und die ganze Crew entnervt bei der Suche mithalfen – kam die Meldung, das Scan- Gerät am Gate habe eine Fehlfunktion gehabt. So starteten wir mit deutlicher Verspätung und kamen dennoch fast pünktlich in Nairobi an. Unsere Watch Woman Felicitas Die Zimmer in unserer Unterkunft sind zweckmässig mit ihrem Sohn Am Samstagmorgen trafen wir Jackline, um mit ihr unseren Aufenthalt zu planen, Neuigkeiten zu erfahren und den Ordner mit all den Unterlagen der High School Studenten in Empfang zu nehmen. Da wartete eine Menge Zeugnisse, Schulinformationen und Briefe auf uns! Den ersten Tag nutzten wir, um die administrativen elektronischen Abläufe mit Jackline anzuschauen, da wir vermuteten, dass einiges optimiert werden könnte. Jackline arbeitete in letzter Zeit mit einem sehr alten Laptop, da der jüngere ausgestiegen war. Nach vielen vergeblichen Versuchen, den Laptop zu optimieren und schneller zu machen, beschlossen wir, ihr einen neuen Laptop zu besorgen. Es ist speziell für Heidi sehr wichtig, dass die elektronischen Listen und Daten optimal verwaltet werden, was mit dem alten Computer unmöglich war. So besorgten wir einen neuen Laptop für Jackline, den ich in den folgenden Nächten für sie einrichtete. Ausserdem erstellten wir ein Excel- Sheet, das die Buchhaltung vereinfachen sollte. So braucht Heidi vieles nicht mehr von Hand zu kontrollieren, weil das im Excel-Sheet automatisch passiert. Das erleichtert sowohl Jackline als auch Heidi einiges und spart ihnen eine Menge Arbeit. Den Sonntag nutzten wir, um uns in die Unterlagen einzulesen und uns auf die bevorstehenden Gespräche vorzubereiten. Ausserdem waren wir bei Jackline zu Hause zu einem wunderbaren Essen mit ihrer Familie eingeladen. Da bei Jackline gerade wieder einmal Stromausfall war, gingen wir ins nahe Einkaufszentrum, um dort zu arbeiten, da es in den Cafés W-Lan und Stromanschlüsse gibt. Faith und Sharley Malia und Heidi Jackline und Malia Am Montag kamen dann insgesamt 34 High School Studenten zum Interview. Es war sehr eindrücklich, wie fleissig die jungen Menschen in der Schule sind. Sie arbeiten sehr hart, teilweise von frühmorgens bis spätabends. Ein Schüler berichtete, dass bei ihnen die Schule bereits um 03:00 Uhr anfängt. Er findet das sinnvoll, weil er so maximal profitieren kann. Die Schüler berichteten auch viel Gutes über ihre Lehrer. So arbeiten viele der Lehrer mehr, als sie eigentlich müssten und stehen den Schülerinnen und Schülern auch ausserhalb des Unterrichts zur Verfügung. Teilweise engagieren sie sich auch in einem der verschiedenen «Clubs», wo die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen neben dem eigentlichen Unterricht vertiefen und Lücken schliessen können. Viele Schülerinnen und Schüler konnten wir loben, weil sie sehr gute Leistungen erbracht hatten. Bei wenigen mussten wir mahnen, weil sie sich verschlechtert hatten. Wir versuchten mit ihnen herauszufinden, woran es lag, dass die Noten gesunken sind. Es ist schön zu sehen, dass sich die Jugendlichen in den Internatsschulen gegenseitig helfen. Wenn jemand in einem Fach stark ist, gibt er Schwächeren «Nachhilfe-Unterricht» und nimmt dafür in einem schwachen Bereich Unterstützung von andere in Anspruch. Ehemalige Gentiana Studenten, die als Elektroinstallateure gute Jobs gefunden haben. Sie haben zum Teil auch schon einen grösseren Betrag ihres Darlehens zurückbezahlt. Weiter so! Am Dienstag fuhren wir ins ländlich gelegene Behindertenheim TANIA. Dieses Heim unterstützen wir seit Beginn unseres Vereins, weil dort sehr gute Arbeit für die Kinder und Jugendlichen mit Handicap geleistet wird. Es ist immer besonders, wenn wir dort sind, denn es gibt immer Neues zu sehen. Dieses Jahr konnten wir die Solaranlage besichtigen, die ihnen von kanadischen Kirchen geschenkt wurde und die fast alle Bedürfnisse nach Energie befriedigt. Jennifer und Joseph, das Gründer- und Leiterpaar, sparen dadurch sehr viel Geld für die laufenden, sehr teuren Stromkosten des staatlichen Betreibers. „Wegweiser“ in TANIA Assembly Hall mit Stallungen und Küche Photovoltaik-Anlage mit WC auf beiden Seiten und Stadionbestuhlung Am Mittwoch besuchten wir verschiedene Familien im Slum von Kibera, von denen je ein Kind von uns unterstützt wird. Die Familien freuten sich, dass wir vorbei kamen, auch wenn wir kaum in die kleinen Wohnungen hineinpassten. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen in diesen kleinen Räumen wohnen – und wie aufgeräumt und sauber es überall ist. Auf dem Weg durch den Slum kamen wir dieses Mal an Orten vorbei, wo das ganze Elend der Bewohner sichtbar war. Stinkende Abfallhalden überall dort, wo ein Bächlein durch den Slum fliesst. Wir hatten Mühe, die Hindernisse ohne hinzufallen zu überwinden. Was wir erst im Nachhinein erfuhren: Dieses Mal gingen wir an Orte, wo es gefährlicher ist als an anderen Stellen. Jackline organisierte unseren Besuch so, dass uns immer jemand, der im jeweiligen Ortsteil wohnte, begleitete, damit wir sicher zu unseren Zielen kamen. An einer Schule gingen wir dann auch das Feeding- Programm (Mittagessen) anschauen, das wir während der Schulferien finanzieren. Da wurde Ghideri (Bohnen-Mais-Gericht) für mehr als 100 Kinder gekocht. Die Kinder trafen zur Mittagszeit von überall her ein – die etwas grösseren Kinder hatten ihre kleinen Geschwister auf dem Rücken. Alle hatten ein Gefäss und einen Löffel dabei, denn das Geschirr müssen sie selber mitbringen. In Einerkolonne warteten sie vor dem grossen Topf, bis sie an der Reihe waren und ihr Gefäss gefüllt wurde. Mit einem Lächeln im Gesicht machten sie sich über das Essen her. Auf dem Rückweg aus dem Slum kamen wir an der Stelle vorbei, wo letztes Jahr die Regierung viele Häuser, Läden, Schulen und Kirchen dem Erdboden gleichgemacht hatte. Es waren viele Baumaschinen am Werk und die Erstellung der angekündigten Umfahrungsstrasse macht Fortschritte. Viele der Menschen, die damals ihre Bleibe verloren hatten, wohnen immer noch bei Verwandten und Bekannten. Die Platzverhältnisse sind oft prekär, nicht selten wohnen bis zu 10 Leute in einem Raum mit vielleicht 8 Quadratmetern. Am Donnerstag erledigten wir noch die letzten administrativen Aufgaben mit Jackline und machten uns nach einem gemeinsamen feinen Mittagessen auf den Weg zum Flughafen. Hommage an unsere Mitarbeiterin Jackline: Ich bin sehr dankbar, dass wir mit Jackline eine wertvolle Mitarbeiterin vor Ort haben, welche die Verhältnisse bestens kennt, für unsere Anliegen einsteht und sich für die unterstützten Kinder und Jugendlichen einsetzt. Sie ist beharrlich dahinter, wenn etwas nicht gut läuft – aber immer mit Herz und viel Goodwill für die Menschen, die wir unterstützen. Sie ist eine Perle, die Heidi bereits 2007 als engagierte Lehrerin an der Makina-Schule kennen lernte und die seit 2011 die Repräsentantin von CHaCHaCHi vor Ort ist. Fazit: Ich bin sehr dankbar, dass ich den Verein CHaCHaCHi vor einigen Jahren kennenlernen durfte, und ich nun mithelfen kann, unsere Projekte mitzugestalten! Ich sehe, welch grossartige Arbeit in Kenia geleistet wird. Auch wenn wir nicht Tausende von Menschen unterstützen können – für diejenigen, die in unserem Programm sind, verändert sich einiges. Sie haben gute Aussichten, dereinst ein Leben ausserhalb der zahlreichen Slums in Kenia zu führen. Auch dieses Mal verliess ich Kenia mit dem Gefühl der Demut, da ich viele Menschen kennenlernen oder wiedersehen durfte, die sehr missliche Bedingungen im Leben haben und trotzdem vorwärtsgehen und das Positive sehen. Bereits jetzt freue ich mich darauf, im nächsten August wieder nach Kenia zu fahren, denn einige Menschen dort sind Freunde geworden. September 2019, Christoph Künzli

Dezember 2018

Zuerst bedanken wir uns ganz herzlich für die vielen Spenden, die wir im 2018 erhalten haben. Damit ist unsere Unterstützungsarbeit fürs 2019 wieder gesichert. Ich – Heidi - war diesen Monat erneut in Kenia. Alle Schulen hatten bereits Ferien. Es war mir ein Anliegen, die Gymnasiasten zu sehen, die wir im 2018 noch nie treffen konnten. Da viele von ihnen in Schulen weit weg von Nairobi sind und auch sehr weit weg wohnen, schicken wir ihnen einmal im Jahr das Geld für die Anreise nach Nairobi. (Das geht in Kenia seit Jahren ganz einfach mit dem Handy und m-pesa). Die meisten reisten von ihrem sehr armseligen ländlichen Zuhause mit dem Nachtbus an und hatten keinen Proviant dabei. Müde, hungrig und verregnet kamen sie in meiner Unterkunft an. Ich bat deshalb die Köchin, Tee mit Milch und Zucker nach englischer Art zu kochen und mir Brote bereitzustellen. So konnten die Ärmsten sich zuerst etwas stärken, bevor es ernst wurde. Die müden und hungrigen Studis, die von weit her angereist kamen. Es ist uns wichtig, dass alle unsere Jugendlichen spüren, dass wir interessiert sind an ihrem schulischen Werdegang. So hatte ich in den ersten Tagen meines Aufenthaltes nicht nur ihre Zeugnisse angeschaut, sondern mir auch die wichtigsten Erlebnisse aus ihren Briefen notiert (wie wir es nach jedem Quartal machen). Nach allgemeinen Erörterungen führten Jackline und ich mit jedem einzelnen Jugendlichen ein persönliches Gespräch, lobten die, die gute Noten hatten und mit sich selber teilweilse allzu streng sind und ermahnten die wenigen, die bessere Leistungen erbringen sollten. Oft ging es natürlich auch darum, dass sie eine Strategie finden, um z. B. in Chemie oder Physik besser zu werden. Meistens helfen ihnen dabei die speziellen Clubs und die Diskussionsgruppen. Zum Abschied erhielten die Gymnasiasten das Geld für die Rückfahrt nach Hause und je ca. SFR 20.- für die Einkäufe fürs nächste Quartal in der Internatsschule. Sehr schön war es auch die 4 Elektriker zu treffen, die vor einem Jahr ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben sie nun alle eine Stelle und wirken zufrieden und motiviert. Mit den 5 Elektrikern (darunter 2 Frauen), die jetzt abgeschlossen haben, ging ich die Werkzeugliste durch und gab ihnen anschliessend das Geld für Werkzeugkasten und Werkzeuge. Ohne eigene Ausrüstung haben sie keine Chance auf ein Praktikum oder eine Anstellung. Werkzeugkasten für unsere Elektriker Hudson begann nach dem High School Abschluss in Slumschulen zu unterrichten. Nach ein paar Jahren Lehrtätigkeit war es sein grosser Wunsch, in den Schulferien die fehlende Primar- Lehrerausbildung nachzuholen. Wir geben ihm ein Darlehen für die Schulgebühren und einen Laptop für die Studienarbeit. Sein kleiner Lehrerlohn reicht knapp für die Miete seiner Hütte und das Essen. Lehrer Hudson erhält einen Laptop für seine Ausbildung Die Bautätigkeit in Nairobi ist enorm: riesige Wohnblöcke und Bürogebäude wachsen in die Höhe. Meist sind es die Chinesen die investieren - oft zusammen mit einem reichen kenianischen Investor, wie beim Bau auf dem Bild. Dutzende von Kenianern (siehe rechts auf dem momentan obersten Stockwerk) werken kenianische Tagelöhner und erhalten für schwerste Arbeit SFR 4.- bis 5.- pro Arbeitstag. Neubau von 240 Wohnungen - fotografiert aus dem Garten der Mill Hill Missionaries Und schon trafen wieder viele Anfragen von abgehenden Primarschülern ein für eine Unterstützung in einer High School ab 2019 …… Die Arbeit geht uns nicht aus! Wir alle vom Vorstand wünschen Euch ein gesundes, erlebnisreiches und befriedigendes 2019 und danken für Eure Anteilnahme und Unterstützung! für ältere “Aktuelles” hier klicken Falls das Dokument in Ihrem Browser nicht richtig angezeigt wird: Rechtsklick auf den Link -> Ziel speichern unter… So wird das Dokument auf Ihren Computer heruntergeladen und kann mit dem Adobe Reader © geöffnet werden.